Preisdeckel auf russisches Öl – Börsen geben nach

Die neue Woche brachte einige Neuerungen für die Marktteilnehmer an den internationalen Ölbörsen. So hatte ewta die OPEC am Wochenende keine Notwendigkeit für stärkere Förderkürzungen gesehen und ihre Produktionsquoten unverändert belassen. Noch stärker im Fokus stand allerdings der neue Ölpreisdeckel auf russische Ölexporte, der am Freitagabend noch auf 60 Dollar festgesetzt worden war.

 

Am Montag fiel der Startschuss für das schon im Sommer beschlossene EU-Embargo auf Rohöllieferungen aus Russland. Im Vorfeld hatten die EU-Länder zäh um einen geplanten Ölpreisdeckel gerungen, der Importe unterhalb einer bestimmten Preisgrenze doch möglich macht. Er soll den befürchteten Angebotsschock auffangen, denn mit dem Preisdeckel würden zwar Moskaus Einnahmen aus Ölverkäufen sinken, doch der Lieferstrom aus Russland würde damit nicht komplett zum Erliegen kommen.

 

Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass die Ölpreisobergrenze bei 60 Dollar wenig Auswirkungen haben wird, denn die Preise, die Russland aktuell für sein Öl erzielt, liegen nur geringfügig über diesem Niveau. Dennoch hat Russland schon im Vorfeld mehrfach gedroht, die Ölhähne komplett zuzudrehen, sollte ein Preisdeckel eingeführt werden.

 

Diese Drohungen hatte Moskau am Wochenende wiederholt und mehrfach klargestellt, kein Öl mehr an Länder liefern zu wollen, die sich an die Ölpreisgrenze halten wollen. Da jedoch die EU ohnehin ab dieser Woche keine russischen Mengen über den Seeweg mehr einführen will, dürfte sich eine solche Maßnahme kaum auf den europäischen Markt auswirken. Andere Länder wie Chinas und Indien hatten von Anfang klargestellt, sich nicht an den Preisdeckel halten zu wollen.

 

Entscheidend dürfte sein, ob Moskau den Ölhahn nach Europa tatsächlich komplett abdrehen kann und will. Denn dann wären auch Lieferungen per Pipeline betroffen, die bisher von den meisten Sanktionen und vom Embargo ausgenommen sind. Auch der Ölpreisdeckel gilt nur für Schiffslieferungen. In der EU sind einigen Länder nahezu vollständig von Öllieferungen per Pipeline abhängig, so dass ein Lieferstopp hier durchaus Probleme machen würde. Einen solchen Schritt wird sich Russland, das auf internationaler Bühne weiterhin sehr isoliert bleibt, aber kaum leisten können.

 

An den Ölbörsen kam es mit diesen Entwicklungen gestern zu einem deutlichen Preisrutsch, da die Anleger die Gefahr eines Angebotsschocks offenbar als gering einschätzen. Entsprechend gaben auch die Inlandspreise ein gutes Stück nach, so dass Verbraucherinnen und Verbraucher heute mit einem deutlichen Preisnachlass rechnen können. 100 Liter Heizöl kosten heute im Durchschnitt etwa ca. -3,50 bis -4,40 Euro weniger als gestern Vormittag.

 

Preisstatistik: Heizöl geben leicht nach

Die deutliche Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen scheint in der letzten Woche zunächst ins Stocken gekommen zu sein. Zwar liegt der bundesweite Durchschnittspreis heute im Vergleich zu Freitag tiefer, doch im Wochenvergleich ist kaum eine Veränderung zu sehen. An den internationalen Ölbörsen bleibt der Handelsverlauf hingegen volatil.

 

Im Vergleich zu Freitag haben die durchschnittlichen Heizölpreise um 2,5 Prozent nachgegeben, nachdem sie im Verlauf der vergangenen Woche um über 3,5 Prozent gestiegen waren. Im Vergleich zu Montag vor einer Woche ist Heizöl im Bundesdurchschnitt somit sogar um 12 Cent teurer. Der steile Abwärtstrend, der sich noch in der letzten Woche abgezeichnet hatte, ist damit erst einmal ins Stocken gekommen.

 

Insgesamt setzt sich die Abwärtsbewegung bei den Inlandspreisen jedoch fort. Seit Anfang Oktober sind sie von im Durchschnitt 151,92 Euro um über 25 Prozent auf heute 113,33 Euro gesunken. Im Jahresvergleich zeigt sich, dass das Preisniveau immer noch deutlich über dem der Vorjahre liegt. Allerdings hat es sich inzwischen wieder dem Niveau angenähert, auf dem es vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine Ende Februar gelegen hatte.

 

Am 24. Februar hatte der bundesweite Durchschnittspreis 95,86 Euro betragen. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und die daraus resultierenden Folgen stiegen die Heizölpreise zwischenzeitlich auf über 185 Euro und hielten sich dann relativ lang in einer Spanne zwischen 155 und 130 Euro. Diese Seitwärtsbewegung war jedoch schon im November gebrochen worden.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus, was aktuell durch die schwierige Versorgungslage in manchen Regionen noch verschärft wird. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 3,70 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 05.12.2022.

ADAC: Spritpreise im November stark gesunken – Diesel um fast 14 Cent billiger als im Oktober – Benzin rund acht Cent günstiger – Ölnotierungen binnen Monatsfrist um zehn US-Dollar niedriger

München (ots) – Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind im vergangenen Monat kräftig abgerutscht. Vor allem bei Diesel-Kraftstoff gab es eine deutliche Entspannung. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt, kostete ein Liter Diesel im November im bundesweiten Schnitt 1,967 Euro. Gegenüber dem Durchschnittspreis vom Oktober ist dies ein Rückgang von 13,8 Cent. Spürbar günstiger ist auch Benzin: Ein Liter Super E10 kostete im November 1,831 Euro – ein Minus von 7,8 Cent gegenüber dem Vormonat.

 

Einen drastischen Preisrückgang im Lauf des Novembers zeigen die Differenzen zwischen den teuersten und den günstigsten Tagen zum Tanken. Der Dieselpreis war am 1. November mit 2,116 Euro je Liter auf seinem Monatshöchststand. Am 30. November kostete Diesel 1,837 Euro – gegenüber dem Monatsersten ist dies ein Minus von 27,9 Cent.

 

Kraftstoffpreise November 2022
Quelle: ADAC e.V.

 

Auch bei Benzin brachte die Preisentwicklung laut ADAC im Monatsverlauf eine deutliche Entspannung. Kostete ein Liter Super E10 mit 1,915 Euro am 6. November am meisten, war der monatliche Tiefststand am 30. November mit 1,727 Euro erreicht – ein Rückgang von 18,8 Cent je Liter.

 

Die Abwärtsentwicklung bei den Tankstellenpreisen war nach Meinung des ADAC überfällig und ist im Wesentlichen den niedrigeren Rohölnotierungen geschuldet. So kostete ein Barrel Öl der Sorte Brent Anfang November rund 95 US-Dollar, zum Monatsende lag der Preis etwa zehn Dollar niedriger. Auch der wieder stärkere Euro sowie der gestärkte Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt führen zu der aus Autofahrersicht erfreulichen Entwicklung. Weiterhin besteht aber gerade beim deutlich niedriger besteuerten Diesel Potenzial für weitere Preissenkungen.

 

Der ADAC empfiehlt, sich vor dem Tanken über die aktuellen Spritpreise zu informieren und dann den günstigsten Anbieter anzusteuern. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise aller 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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ADAC: Entspannung bei Spritpreisen geht weiter – Beide Kraftstoffsorten spürbar günstiger – Diesel aber noch gut zehn Cent teurer als Super E10

München (ots) Die Entspannung am Kraftstoffmarkt hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt. Sowohl Benzin als auch Diesel sind erneut deutlich günstiger als vor Wochenfrist – dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,739 Euro – das ist ein Minus von 4,6 Cent. Noch etwas deutlicher ist der Dieselpreis gesunken: Für einen Liter müssen die Autofahrer derzeit im Schnitt 1,843 Euro bezahlen und damit 5,6 Cent weniger als in der Vorwoche.

 

Der ADAC führt die aus Autofahrersicht erfreuliche Preisentwicklung insbesondere auf die in den vergangenen Wochen erfolgte Entspannung am Rohölmarkt zurück. So pendelt der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent mittlerweile um die 85 US-Dollar, nachdem er vor gut zwei Wochen noch rund zehn Dollar höher lag. Aber auch der etwas fester notierende Euro sowie der wiedererstarkte Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt ist für den Abwärtstrend bei den Spritpreisen mitverantwortlich.

 

Nach Ansicht des ADAC müssen die Kraftstoffpreise weiter sinken, gerade bei Diesel ist das Potenzial für Preisnachlässe immer noch erheblich. Zur Erinnerung: Für einen Liter Diesel fallen rund 20 Cent weniger Steuer an, tatsächlich liegt der Dieselpreis um rund zehn Cent über dem von Super E10.

 

Um den Wettbewerb weiter zu stärken und dadurch einen weiteren Preisrückgang zu fördern, sollten die Autofahrer preisbewusst tanken. Dazu zählt, sich vor dem Tanken über die aktuellen Kraftstoffpreise in der Nähe zu erkundigen und dann die günstigste Tankstelle anzusteuern. Grundsätzlich gilt: Wer abends zwischen 20 und 22 Uhr tankt, kann im Schnitt rund zwölf Cent je Liter im Vergleich zu den Morgenstunden sparen.

 

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken

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OPEC+ Gerüchte: Doch keine weiteren Förderkürzungen

Im Vorfeld der OPEC+ Sitzung am kommenden Sonntag reißen die Spekulationen der Marktbeobachter über die weitere Förderstrategie des Produzentenbündnisses nicht ab. Die Gerüchteküche brodelt heftig und von Produktionssteigerungen, die vor zwei Wochen schon für einen Preisrutsch gesorgt hatten, über eine Beibehaltung der aktuellen Strategie bis zu einer neuerlichen Kürzung ist an Vermutungen schon alles dabei gewesen.

 

Aus Insiderkreisen hieß es gestern Abend nun, dass die OPEC+ ihre aktuellen Kürzungen von zwei Millionen Barrel pro Tag wahrscheinlich erst einmal unverändert beibehalten wird. Eine weitere Produktionskürzung könnte zwar diskutiert werden, sei jedoch aus Sicht der Insider eher unwahrscheinlich. Die Tatsache, dass das Meeting virtuell abgehalten wird, spreche zudem für ein schnelles Votum, so die Quellen.

 

Die OPEC+ wird in ihren Entscheidungsprozess sicherlich mit einbeziehen, ob die EU sich bis dahin auf eine Ölpreisobergrenze einigen konnte. Diese Maßnahme soll Ölverkäufe aus Russland unter einer bestimmten Grenze ermöglichen, und damit das Ölangebot aufrecht erhalten und gleichzeitig die Öleinnahmen Russlands schmälern. Doch bisher scheint es in dieser Frage keinen Konsens zu geben.

 

Die Auffassungen über die Höhe des Preisdeckels, der nur Wirkung entfalten würde, wenn er unter dem Preis liegt, den Russland aktuell am Markt für seine Mengen erzielt, gehen weit auseinander. Vor allem die baltischen Staaten und Polen fordern eine deutlich tiefere Obergrenze bei 30 Dollar, während zuletzt ein Vorschlag von 62 Dollar diskutiert wurde. Der Marktpreis für russisches Öl liegt aktuell etwa bei 63,50 Dollar.

 

Wenn die EU sich nicht bis Sonntag einigen kann, wird das EU-Embargo auf russische Rohöllieferungen, dass schon vor Monaten beschlossen worden war, ohne den Preisdeckel eingeführt. Damit wären dann alle Ölexporte aus Russland, die auf dem Seeweg nach Europa kommen, von dem Einfuhrverbot betroffen, was die Angebotslage erneut verschärfen könnte.

 

Eine zusätzliche Förderkürzung der OPEC+ wäre unter diesen Voraussetzungen dann wirklich unwahrscheinlich. Die Allianz unter Führung Saudi-Arabiens, der auch immer noch Russland als größter Partner angehört, war allerdings in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen gut, so dass am kommenden Sonntag im Grunde alles möglich ist.

Kommen weitere OPEC+ Kürzungen? Ölpreise steigen

Die Volatilität an den internationalen Ölbörsen ist groß, so dass bei den Ölpreisen ein ziemliches Auf und Ab vorherrscht. Erst gestern hatten die am Wochenende aufgeflammten Proteste in China gegen die strenge Corona-Politik für Abwärtsdruck gesorgt. Doch heute geben Spekulationen über weitere OPEC+ Förderkürzungen Grund zur Sorge und die Preise steigen.

 

Die Allianz aus 23 Ölförderstaaten hatte erst im Oktober eine Kürzung ihrer Gesamtproduktion um 2 Millionen Barrel pro Tag beschlossen. Die OPEC+ versucht mit Maßnahmen wie diesen, den Ölpreis zu regulieren und zu stabilisieren. Bisher hat die Förderkürzung allerdings nur wenig Wirkung gezeigt, denn die börsengehandelten Rohölpreise sind seit Anfang November um über acht Prozent gefallen. Deshalb könnte es sein, dass die OPEC+ bei ihrem nächsten Treffen die Kürzungen ausweiten wird, da zu niedrige Preise nicht im Interesse der Allianz sind.

 

Stattfinden wir das nächste OPEC+ Meeting erst am kommenden Sonntag, doch wie üblich kocht die Gerüchteküche im Vorfeld einer Vollversammlung der 23 Länder regelrecht über. So machten heute erste Medienberichte die Runde, denen zufolge einige Vertreter der Organisation, die bislang davon ausgegangen waren, dass alles so bleiben würde wie es ist, weitere Kürzungen als Option betrachten.

 

Und auch externe Ölmarktexperten schließen eine Ausweitung der Produktionsbeschränkungen offenbar nicht aus. So kommentiert etwa Marktanalystin Amrita Sen vom amerikanischen Energieforschungsunternehmen Energy Aspects: „Die OPEC wird wahrscheinlich zwischen einer Verlängerung oder weiteren Kürzungen wählen“. Wie hoch diese neuen Kürzungen ausfallen könnten, bleibt allerdings bis Sonntag Gegenstand der Spekulation.

 

An den Ölbörsen reichen Gerüchte jedoch oft aus, um eine Kursbewegung hervorzurufen und so legen die börsengehandelten Rohölpreise heute mit der Aussicht auf weitere OPEC-Kürzungen deutlich zu. Bei den Inlandspreisen zeigen sich deshalb ebenfalls leichte Preisaufschläge, so dass Verbraucherinnen und Verbraucher heute im Vergleich zu gestern durchschnittlich etwa +0,30 bis +0,90 Euro/100l mehr zahlen müssen.

Preisstatistik: Heizöl wird wieder günstiger

Die internationalen Ölbörsen geben auch zum Start in die neue Woche wieder deutlich nach und so hat die europäische Referenzsorte Brent inzwischen den tiefsten Stand seit Jahresanfang erreicht. Entsprechend liegen die Durchschnittspreise für Heizöl im Bundesgebiet auch am heutigen Montag wieder günstiger als in der Vorwoche.

Allein im Vergleich zu vergangenem Freitag können sich die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher über Abschläge von durchschnittlich 4,80 Euro pro 100 Liter freuen, im Wochenvergleich betragen die Preisnachlässe sogar über 9 Euro. Doch vor allem im Monatsvergleich wird deutlich, wie stark die Heizölpreise im Bundesdurchschnitt nachgegeben haben.

 

So kosteten 100 Liter vor vier Wochen noch über 32 Euro mehr als heute. Entsprechend ist hier bei den Heizölpreisen ein Preisnachlass von 22,4 Prozent zu verzeichnen, der sich auch an der kurzfristigen Preiskurve sehr klar darstellt. Hier wird deutlich, dass die Heizölnotierungen etwa seit Anfang Oktober in einen Abwärtstrend eingetreten sind, der sich auch heute fortsetzt.

 

Der Mehrjahresvergleich zeigt zwar, dass die Heizölpreise im Durchschnitt immer noch deutlich über den Preiskurven der vergangenen Jahre verlaufen, doch auch hier wird deutlich, dass die Seitwärtsbewegung der letzten Monate endgültig beendet ist. Heizöl ist damit heute so günstig wie seit fast neun Monaten nicht mehr – Tendenz fallen. Wer davon profitieren und die Tankfüllung noch hinauszögern will, sollte allerdings die teilweise immer noch langen Lieferzeiten beachten.

 

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus, was aktuell durch die schwierige Versorgungslage in manchen Regionen noch verschärft wird. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 3,70 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 28.11.2022.

BGV – Info Gesundheit e.V. Schimmelbildung verhindern – Beim Energiesparen keine zu drastischen Schritte

Bonn (ots) –Die Energiepreise explodieren, da heißt es sparen, wo man kann. Neben aufwändigen Maßnahmen wie dem Austausch der Heizung gibt es eine einfache Möglichkeit, die ohne jede Investition auskommt – das Herabsetzen der Raumtemperatur. Aber Vorsicht: Wer seine Heizung zu sehr drosselt, riskiert eine erhöhte Gefahr zur Schimmelbildung, warnt der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV).

 

Unterschätzte Gefahr

Dass Schimmelpilze zu gesundheitlichen Problemen insbesondere der Atemwege führen können, bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien. Der Großteil der Bevölkerung unterschätzt jedoch die gesundheitlichen Risiken. Tatsache ist, dass bei sehr empfindlichen Personen schon eine geringe Konzentration von Sporen in der Atemluft ausreicht, um eine allergische Reaktion zu provozieren, aus der sich ein allergisches Asthma mit bedrohlicher Atemnot entwickeln kann.

 

Ursachen für Schimmel – „Heizung aus“ keine Alternative

In jeder Wohnung wird Feuchtigkeit produziert, die an die Raumluft abgegeben wird. Wenn die Luft warm ist, kann sie am meisten Feuchtigkeit aufnehmen. Ist die Luft hingegen kalt und verbraucht, schlägt sich die überschüssige Feuchtigkeit, die durch die Luft nicht mehr gebunden werden kann, an den kältesten Stellen im Raum nieder. Dort kann dann Schimmel entstehen. Deshalb sollte man „klug heizen“. In Räumen, in denen man sich aufhält wie Wohnzimmer oder Arbeitszimmer ist eine Raumtemperatur von mindestens 18 Grad ideal. In nicht oder wenig genutzten Räumen kann man die Temperatur gegebenenfalls auch auf 16 Grad drosseln, weil dort auch weniger Luftfeuchtigkeit anfällt.

 

Lüften, Lüften, Lüften

Mithilfe eines Hygrometers kann man die Luftfeuchtigkeit messen. Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Um dies zu erreichen ist das „A und O“ richtiges Lüften. Man sollte regelmäßig lüften und dabei möglichst für Durchzug sorgen. Es empfiehlt sich, 3-mal täglich stoßzulüften, heißt, für 10 Minuten die Fenster weit zu öffnen, wobei im Winter bei großen Temperaturunterschieden auch schon fünf Minuten ausreichend sein können. Alternativ schafft eine Lüftungsanlage Abhilfe, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums regelmäßig die Raumluft austauscht. Ganz wichtig für Allergiker ist dabei der Einsatz spezieller Filter, sogenannter Mikro- oder Feinstpollenfilter. Nur so gelangt Zuluft absolut keim- und pollenfrei in die Räume.

 

Kostenloser Ratgeber für ein gesundes Raumklima

Die BGV-Broschüre „Gesundes Bauen – Moderne Haustechnik“ informiert umfassend, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um in den eigenen vier Wänden ein möglichst gesundes Raumklima zu schaffen. Dazu werden auch Lüftungsanlagen, Flächenheizsysteme und Zentralsauganlagen vorgestellt, die dazu beitragen, die Allergenbelastung gering zu halten. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. www.bgv-gesundes-bauen.de

 

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ADAC: Kraftstoffpreise sinken erneut – Beide Sorten um mehr als sechs Cent günstiger als in der Vorwoche – Potenzial für Preissenkungen bei Diesel weiterhin erheblich

München (ots) – Die Lage am Kraftstoffmarkt hat sich weiter entspannt. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,785 Euro, das sind 6,4 Cent weniger als in der Vorwoche. Auch Diesel hat ich weiter verbilligt: Für einen Liter müssen die Autofahrer im Schnitt 1,899 Euro bezahlen – ein Minus von 6,5 Cent.

 

Zurückzuführen ist der aktuelle Preisrückgang an den Zapfsäulen in erster Linie auf die niedrigeren Rohölnotierungen. Vor einer Woche lag der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent bei 94 US-Dollar, mittlerweile bei 89 Dollar. Doch auch der Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt ist wieder erstarkt und sorgt für die überfällige Abwärtsbewegung der überhöhten Spritpreise. Nach Ansicht des ADAC bleibt aber vor allem bei Diesel das Potenzial für weitere und spürbare Preissenkungen erheblich.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Quelle: ADAC e.V.

 

Um den Wettbewerb weiter zu unterstützen und dadurch von sinkenden Spritpreisen zu profitieren, sollten die Autofahrer preisbewusst tanken. Dazu zählt, sich vor dem Tanken über die aktuellen Kraftstoffpreise in der Nähe zu erkundigen und dann die günstigste Tankstelle anzusteuern. Grundsätzlich gilt: Wer abends zwischen 20 und 22 Uhr tankt, kann im Schnitt rund zwölf Cent je Liter im Vergleich zu den Morgenstunden sparen.

 

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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Preisdeckel für russisches Öl kurz vor Finalisierung

Die EU könnte heute endgültig den geplanten Preisdeckel auf russische Öllieferungen beschließen. Dass dieser gemeinsam mit dem EU-Embargo ab dem 5. Dezember eingeführt werden soll, steht schon länger fest. Konkret fehlen bisher aber die genauen Parameter. Auch ist nicht sicher, wie Russland auf die Maßnahme reagieren wird.

 

Klar ist, dass mit dem Preisdeckel russisches Öl nur noch unter einer bestimmten Preisgrenze gekauft werden soll, um zwar Moskaus Öleinnahmen zu schmälern, den Ölfluss aus Russland aber am Laufen zu halten. Beteiligen wollen sich an der Maßnahme die G7 Staaten und Australien, wobei auch jene Länder, die sich nicht offiziell danach richten, eine bessere Verhandlungsbasis gegenüber Russland hätten. Dazu gehören China und Indien, die seit Kriegsbeginn zu den größten Abnehmern von russischem Öl geworden sind.

 

Wo genau der Preisdeckel liegen wird, ist noch unklar, könnte aber möglicherweise schon heute festgelegt werden. Zuletzt hieß es, er könne sich bei knapp über 60 Dollar pro Barrel befinden. Im Vergleich dazu wird ein Barrel (á 159 Liter) der Nordseesorte Brent, die als europäische Referenzsorte dient, heute bei etwa 89 Dollar gehandelt.

 

Am Ölmarkt bereitet aber vor allem Russlands Reaktion auf die geplante Preisdeckelung Sorge. Moskau hatte zuletzt immer wieder betont, die Lieferungen an Länder, die sich an die Maßnahme halten, komplett einstellen zu wollen. Ob sich Putin das allerdings leisten kann, ist mehr als fraglich, denn der Krieg in der Ukraine ist teuer und Russland wirtschaftlich und politisch nahezu isoliert.

 

Der Kreml ist auf Öleinnahmen angewiesen und kann sich eine Reduktion der Ölproduktion schlicht nicht leisten. Dieser Ansicht ist man auch in Washington, wo man darauf hinweist, dass ein Abdrehen der Ölhähne der russischen Ölindustrie massiven Schaden zufügen würde. „Wir haben keinen Grund zu glauben, dass sie das tun würden, weil es letztendlich nicht in ihrem Interesse liegt“, hieß es aus dem US-Finanzministerium.