ADAC: Sprit wird teurer, Autos sicherer, Bußgelder höher – ADAC informiert über Änderungen für Autofahrer in 2024

München (ots) – Ob gleich zum Jahresanfang oder erst in einigen Monaten, das Jahr 2024 hält für Autofahrer zahlreiche Neuerungen bereit. Die wichtigsten Änderungen hat der ADAC zusammengefasst.

  • Zum 1. Januar steigt der CO2-Preis von 30 auf 40 Euro pro Tonne. Pro Liter Benzin und Diesel macht das einen Aufschlag von etwa drei Cent.
  • Autokäufer, die sich nach dem Jahreswechsel für ein Elektroauto entscheiden, können aufgrund der noch laufenden Haushaltsverhandlungen noch nicht sicher sein, 2024 eine Förderung zu bekommen. Ursprünglich geplant waren 3000 Euro Förderung für reine Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis zu 45.000 Euro. Mit dem Anteil der Hersteller von 1500 Euro würde die Gesamtfördersumme dann 4500 Euro betragen.
  • Zahlreiche Assistenzsysteme, die schon seit Sommer 2022 für neue Fahrzeugtypen vorgeschrieben sind, müssen ab Juli 2024 auch in jedem neu zugelassenen Pkw vorhanden sein. Zu den wichtigsten zählen der Intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA), der den Fahrer bei Übertreten der Höchstgeschwindigkeit warnt, der Notbremsassistent, der das Fahrzeug in Gefahrensituationen selbstständig abbremst und der Rückfahrassistent, der den Bereich hinter dem Fahrzeug überwacht.
  • Vorgeschrieben ist ab Juli auch eine Schnittstelle für die Nachrüstung eines sogenannten Alkohol-Interlock-System, also einer alkohol-empfindlichen Wegfahrsperre. Die Wegfahrsperre selbst muss nicht verbaut werden.
  • Ebenfalls ab Sommer 2024 muss der Event Data Recorder (EDR) in jedem neuen Auto verbaut sein. Wie eine Blackbox im Flugzeug, sollen die Daten des EDR bei einem Crash helfen, den Unfallhergang zu rekonstruieren.
  • Mitte kommenden Jahres werden auch die ebenfalls schon 2022 eingeführten Datenschutzregelungen für alle neu zugelassenen Autos verbindlich. Die Hersteller müssen ihre Autos umfassend vor Cyber-Angriffen schützen – unabhängig vom Software-Stand.
  • Mit Beginn der nächsten Wintersaison im Oktober 2024 erkennt der Gesetzgeber bei Pkw nur noch Winterreifen (oder Ganzjahresreifen) mit Alpine-Symbol (Schneeflocke und Berg) als solche an. Die M+S-Kennzeichnung allein reicht nicht mehr aus! Wer mit Reifen ohne Alpine-Symbol bei winterlichen Straßenbedingungen unterwegs ist, riskiert bis zu 80 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg; dem Halter des Fahrzeugs drohen 75 Euro Bußgeld und ebenfalls ein Punkt.
  • Voraussichtlich ab Anfang 2024 wird der deutsch-schweizerische Polizeivertrag in Kraft treten. Damit können dann auch deutsche Autofahrer, die in der Schweiz geblitzt werden, einfacher zur Kasse gebeten werden und umgekehrt. Voraussetzung ist, dass das Bußgeld inklusive der Verfahrenskosten die Bagatellgrenze von 70 Euro in Deutschland bzw. 80 Schweizer Franken in der Schweiz übersteigt.
  • In Italien sollen die Bußgelder für einige Verkehrsdelikte deutlich steigen. Grund der Verschärfungen sind die deutlich gestiegenen Unfallzahlen auf italienischen Straßen. Vor allem Ablenkung, Handynutzung und Alkohol am Steuer sollen härter belangt werden. Das Parlament muss das Vorhaben noch bestätigen, dann könnten die neuen Regelungen bereits im Januar 2024 in Kraft treten.

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Nach OPEC-Entscheidung: Ölpreise fallen in zwei Tagen um 5% – Heizöl verbilligt sich weiter

Das hatten sich die Saudis sicherlich ganz anders vorgestellt. Denn seit der Entscheidung, der vom Emirat geführten OPEC, die Ölfördermengen weiter zu kürzen,  fallen die Ölpreise. Analysten sprachen im Rückblick auf die letzten Handelstage von Skepsis und Konfusion an den Ölmärkten.

Preise an den Ölmärkten geben weiter nach
Lange Zeit hatte es am Freitag nach einer Stabilisierung an den Rohstoffbörsen ausgesehen. Je näher dann allerdings der Handelsschluss in den USA rückte, desto größer wurde das Minus bei den beiden wichtigsten Ölsorten. Rohöl der Atlantiksorte Brent gab letztlich um 1,98 Dollar oder 2,5% auf 78,88 Dollar pro Barrel (a 159 Liter) nach,  die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,89Dollar bzw. 2,5 Prozent auf 74,07 Dollar je Barrel.

Bereits am Donnerstag hatten die beiden Ölsorten Abschläge in vergleichbarer Größenordnung verzeichnet, als die von der OPEC+ angekündigten Produktionskürzungen hinter den Markterwartungen geblieben waren. Brent gab im November insgesamt um 5,2%, WTI um 6,2% nach.

Experten rechnen nicht mit Einhaltung der Förderquoten
Zum Wochenschluss verfestigte sich die bereits am Donnerstag zu beobachtende Einschätzung von Rohstoffanalysten, dass die Produktionskürzungen allenfalls freiwillig sind. Die Freiwilligkeit der Kürzungen führte zu einer gewissen Skepsis darüber, ob die Produzenten diese Absichten vollständig umsetzen würden. Experten zufolge erwartet man an den Ölmärkten keine hundertprozentige Einhaltung der vereinbarten Produktionskürzungen.

Die Produzenten der OPEC+ hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, ab dem ersten Quartal des nächsten Jahres rund 2,2 Millionen Barrel Öl pro Tag vom Weltmarkt zu nehmen. Davon entstammen 1,3 Millionen Barrel pro Tag freiwilligen Kürzungen, die Saudi-Arabien und Russland derzeit schon vornehmen.

 Nicht-OPEC-Staaten steigern Ölproduktion deutlich
Die OPEC+ steht derzeit zwar für 40 Prozent des weltweit geförderten Öls. Allerdings hat in Ländern außerhalb des  Kartells, wie z. B. Kanada, Guyana, Brasilien und Norwegen die Produktion zuletzt spürbar zugenommen und die Preise an den Ölmärkten spürbar unter Druck gesetzt.

USA verzeichnen Rekord bei Fördermenge
Das größte Comeback erlebt momentan allerdings die Ölindustrie der USA. Nur drei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Ölproduktion während der Corona-Pandemie, meldeten die Energieunternehmen in der letzten Woche einen Rekord von 13,2 Millionen geförderten Barrel pro Tag. Das ist mehr als Russland oder Saudi-Arabien an Öl fördern. Nach Einschätzung von Experten, könnten die USA in fünf Jahren 15 Millionen Barrel pro Tag produzieren.

Alleine seit Anfang 2022 konnte die Ölproduktion um etwa 800.000 Barrel pro Tag gesteigert werden. Analysten erwarten, dass die Industrie nächstes Jahr weitere 500.000 Barrel pro Tag ans Tageslicht bringen kann. Die Vereinigten Staaten exportieren derzeit etwa vier Millionen Barrel pro Tag, mehr als jedes andere Mitglied der Organisation der Erdöl exportierenden Länder – mit Ausnahme Saudi-Arabiens.

Der größte Teil der neuen US-Ölproduktion stammt aus dem Permian Basin, das sich zwischen Texas und New Mexico erstreckt. Es gibt aber auch einige neue Projekte und Erweiterungen in Alaska und im Golf von Mexiko.

Flutet die OPEC die Märkte bald wieder mit Öl?
Die entscheidende Frage ist nach Ansicht von Ölhändlern, wie Saudi-Arabien reagieren könnte, sollte die Produktion in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern weiter ansteigen. Das Emirat könnte seine Verbündeten – wie schon einmal geschehen – unter Druck setzen, den Markt mit Öl zu überschwemmen.

Im Kampf gegen die aufstrebende US-Schieferölindustrie flutete die OPEC ab Ende 2014 die Märkte mit Öl, die Preise für Brent und WTI rutschten damals in wenigen Monaten um rund 70 Prozent in den Bereich von 30 Dollar je Barrel ab. Noch spricht derzeit wenig dafür, dass sich dieses Szenario in ansehbarer Zeit wiederholen könnte. Gänzlich ausschließen sollte man aber an den Ölmärkten erfahrungsbedingt nie etwas.

Heizölpreise weiter im Rückwärtsgang
Angesichts der zum Wochenschluss aufgetretenen Kursverluste an den Rohölmärkten, ergeben sich heute bei den den Inlandspreisen im Vergleich zu Freitagmorgen weitere Preisabschläge. So kosten 100 Liter Heizöl im Bundesgebiet heute, je nach Region, etwa -1,00 bis -1,50 Euro weniger als gestern.

ADAC: Tanken im November erneut günstiger – Benzin 4,4 Cent billiger als im Oktober, Diesel 5,9 Cent – 2023 wird dennoch zweitteuerstes Tankjahr aller Zeiten

München (ots) – Tanken ist im November wieder ein Stück billiger geworden, vor allem der Dieselpreis ist spürbar gesunken. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise des vergangenen Monats in Deutschland zeigt, kostete ein Liter Super E10 im Monatsmittel 1,769 Euro – das ist ein Minus von 4,4 Cent gegenüber Oktober. Der Dieselpreis lag im Schnitt bei 1,760 Euro und damit 5,9 Cent unter dem Vormonatspreis.

 

Teuerster Tag zum Tanken war für Fahrer von Benzinern der 3. November. Ein Liter Super E10 kostete damals 1,797 Euro. Am günstigsten war Super E10 dann am 29. November mit 1,752 Euro. Der Dieselpreis hat sich im Laufe des Novembers sogar etwas stärker verbilligt als Benzin: Am teuersten war der Selbstzünderkraftstoff am 5. November mit 1,806 Euro und erreichte ebenfalls am 29. November mit 1,735 seinen Monatstiefststand.

 

Kraftstoffpreise im November 2023
Quelle: ADAC e.V.

 

Ausgelöst wurde der Preisrückgang durch spürbar niedrigere Rohölnotierungen. So lag der Preis für ein Barrel der Sorte Brent zum Monatsbeginn bei gut 86 US-Dollar, Ende November noch bei etwa 80 US-Dollar. Aufgrund dieses Rückgangs und des zugleich wesentlich stärker notierenden Euros im Vergleich zum US-Dollar sind nach Meinung des ADAC weitere Preisabschläge an den Zapfsäulen angebracht.

 

Insgesamt ist schon jetzt absehbar, dass das zu Ende gehende Jahr das zweitteuerste Tankjahr aller Zeiten sein wird. So liegt der Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 nach den ersten elf Monaten dieses Jahres knapp unter 1,80 Euro je Liter, für Diesel bei 1,72 Euro je Liter. Rekordjahr war bisher 2022 mit der durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelösten Energiepreis-Explosion. Auch wenn die Spritpreise 2023 deutlich unter denen des Vorjahres liegen werden, bleibt der Abstand zu den Preisen früherer Jahre immer noch gewaltig. Hinzu kommt, dass Diesel zeitweise über dem Preis von Super E10 lag – ebenfalls eine Sondersituation angesichts des steuerlichen Unterschieds von rund 20 Cent je Liter.

 

Autofahrer können beim Tanken einige Euros sparen, wenn sie abends an die Zapfsäule fahren. Auswertungen des ADAC haben ergeben, dass die günstigste Zeit zum Tanken zwischen 20 und 22 Uhr liegt, doch auch zwischen 18 und 19 Uhr sind die Preise besonders niedrig. In den Morgenstunden kostet eine Tankfüllung in aller Regel um einige Euro mehr.

 

Auch Vergleichen lohnt sich, denn die Spritpreise an den Tankstellen unterscheiden sich bisweilen erheblich. Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der „ADAC Drive App“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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Ölpreise nach OPEC-Treffen unter Druck – Heizöl wieder günstiger

Nichts wird an den Rohstoff- und Finanzmärkten übler genommen, als enttäuschte Erwartungen. Und genau die gab es gestern beim mit Spannung erwarteten Online-Treffen der OPEC.+. Die Marktteilnehmer reagierten mit Enttäuschung, da die vorab erwarteten Kürzungen geringer ausfielen und die Details zur Durchsetzung der Produktionsquoten unklar blieben.

Ölpreise geben weiter deutlich nach
Die Ölmärkte reagierten mit Abschlägen auf das Ergebnis der Kartell-Sitzung. Der Preis für West Texas Intermediate sank nach einem letztlich noch turbulenten Handelstag um 1,90 Dollar oder 2,4% auf unter 75,96 Dollar pro Barrel , die einen Großteil der Gewinne der Woche zunichte machte. Die Atlantiksorte Brent verbilligte sich um 2,00 Dollar oder 2,4% auf 80,86 Dollar.

Nur 900.000 Barrel anstatt 2 Millionen
Letztlich einigten sich Saudi-Arabien, Russland und andere Mitglieder der OPEC+ sich auf eine freiwillige Produktionskürzung von 900.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag geeinigt, zusätzlich zur Verlängerung der bereits bestehenden Produktionskürzungen von 1,3 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte es Gerüchte am Ölmarkt gegeben, dass die Delegierten neue Produktionskürzungen von bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag im Blick hätten. Angesichts dieser Zahl, war die Fallhöhe der Erwartungen umso höher.

Angola stellt sich quer
Was sich der Markt erhofft hatte, war eine einheitliche Stimme zu den vereinbarten Kürzungen. Was wir stattdessen entschieden wurde, ist eine Reihe einzelner freiwilliger Kürzungen. Zwar verlängerte mit Saudi-Arabien der größte Produzent des Kartells seine einseitige Kürzung um 1 Million Barrel pro Tag bis Ende März. Angola hat sein neues Ziel jedoch bereits abgelehnt und erklärt, es werde weiterhin so viel Öl fördern wie bisher. Dennoch beschloss die OPEC, eine Kürzung von 180.000 Barrel pro Tag für Angola zu berücksichtigen.

Es bleibt abzuwarten, ob die anderen OPEC+-Mitglieder ihren Verpflichtungen nachkommen werden. Denn auch die Vereinigten Arabischen Emirate zögerten, ihre Produktion zu kürzen, hieß es gestern aus Kreisen der OPEC-Delegierten.

Brasilien wird neues OPEC-Mitglied
Brasilien, das, wie gestern bekannt wurde, der OPEC-Allianz im nächsten Jahr beitreten wird, muss sich indessen nicht an Produktionskürzungen beteiligen. Der lateinamerikanische Produzent will seine Produktion im nächsten Jahr auf 3,8 Millionen Barrel pro Tag steigern.

USA fördern soviel Öl wie nie zuvor
Passend zum missratenen Treffen der OPEC+ meldeten die USA gestern auch noch, dass die Rohölproduktion des weltgrößten Produzenten im September einen Rekordwert von 13,2 Millionen Barrel pro Tag erreicht hat. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte bereits Anfang des Monats mitgeteilt, dass sie davon ausgeht, dass der Ölmarkt angesichts des reichlichen Angebots außerhalb der Erzeugergemeinschaft, einschließlich der starken Zufuhr aus den USA, im kommenden Jahr wieder einen Überschuss aufweisen wird.

Heizölpreise nach OPEC-Treffen unter Druck
Angesichts der gestern im Nachgang zur OPEC-Entscheidung zu verzeichnenden Kursverluste an den Rohölmärkten, ergeben sich heute bei den den Inlandspreisen im Vergleich zu Donnerstagmorgen größere Preisabschläge. So kosten 100 Liter Heizöl im Bundesgebiet heute, je nach Region, etwa -1,90 bis -2,70 Euro weniger als gestern.

 

Weltklimakonferenz COP28 startet heute – Heizölpreise geben leicht nach

Heute beginnt in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten die COP28, die größte Klimakonferenz des Jahres. Es ist wohl einer der umstrittensten Gipfel der jüngeren Vergangenheit. Er wird zum einen von einem vom Erdöl abhängigen Land ausgerichtet, zum anderen ist der Präsident des Gipfels, Sultan Al Jaber, zugleich der Chef des staatlichen Erdölunternehmens ADNOC. Viele sind besorgt, dass der Klimagipfel von den falschen Leuten und zur falschen Zeit abgehalten wird.

Deutsche Delegation mit 250 Regierungsmitarbeitern vor Ort
Dennoch werden sich Vertreter von fast 200 Nationen in Dubai versammeln, um einen neuen Konsens zu erzielen. Die Hauptakteure sind Delegationen aus den 197 Mitgliedsländern der UN-Klimarahmenkonvention. Jedes Land entsendet Delegierte, darunter oft hochrangige Regierungsvertreter wie Minister, Staatssekretäre oder Botschafter, um die Verhandlungen zu führen und die Position ihres Landes zu vertreten. Die deutsche Delegation für die Weltklimakonferenz wird mehr als 250 Regierungsmitarbeiter umfassen.

Breites Spektrum an Interessenvertreten
Darüber hinaus sind Vertreter von UN-Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) anwesend, um ihr Fachwissen einzubringen und bei Diskussionen und Entscheidungsfindungen zu unterstützen.

NGOs spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle beim COP, indem sie ihre Sichtweisen und Empfehlungen einbringen, die oft eine breitere Palette von Interessen und Anliegen der Zivilgesellschaft repräsentieren. Des Weiteren sind Unternehmen und Industriegruppen vertreten, um ihre Perspektiven und mögliche Lösungen für den Übergang zu klimafreundlicheren Praktiken in der Wirtschaft zu präsentieren.

Worum es bei der Klimakonferenz geht
Insgesamt ist der COP28 ein Forum, das eine Vielzahl von Akteuren zusammenbringt, um über Klimapolitik, -maßnahmen und -initiativen zu diskutieren, Verhandlungen zu führen und hoffentlich Vereinbarungen zu treffen, die den globalen Klimawandel adressieren.

  1. Wirtschaftliche Abhängigkeit von Öl: Viele ölproduzierende Länder sind stark von Einnahmen aus Ölexporten abhängig. Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert daher eine Diversifizierung ihrer Wirtschaft, was langfristige Strategien und Investitionen erfordert.
  2. Soziale Auswirkungen: Der Übergang weg von fossilen Brennstoffen hat soziale Auswirkungen auf Gemeinschaften, die von der Ölindustrie abhängig sind. Die Umschulung von Arbeitskräften und die Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten sind wesentliche Herausforderungen.
  3. Politische Anpassungen: Viele Regierungen ölproduzierender Länder haben engen Kontakt zur Ölindustrie, was politische Veränderungen erschwert. Der Wandel erfordert politischen Willen und möglicherweise die Überwindung von Widerständen aus wirtschaftlichen Interessen.
  4. Infrastruktur und Investitionen: Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert beträchtliche Investitionen in neue Infrastrukturen und Technologien. Ölproduzierende Länder müssen sich auf eine neue Energieinfrastruktur vorbereiten.
  5. Internationale Kooperation: Die Reduzierung fossiler Brennstoffe erfordert globale Zusammenarbeit. Ölproduzierende Länder müssen sich in internationale Abkommen einbringen und kooperieren, um gemeinsame Klimaziele zu erreichen.

Sofern in den kommenden zwei Wochen alles nach Plan läuft, soll ein globales Abkommen zur Verdreifachung der erneuerbaren Energien, zur Verdoppelung der Energieeffizienz, zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und zur Einrichtung eines Fonds zur Entschädigung anfälliger Länder für die Auswirkungen des Klimawandels erreicht werden.

Heizölpreise geben leicht nach
Da bis zum Ausstieg aus den fossilen Energieträgern wohl noch eine einiges an Zeit ins land gehen wird, lohnt sich auch heute wieder ein Blick auf die Entwicklung bei den Heizölpreisen. Bei den Inlandspreisen ergeben sich  im Vergleich zu Mittwochmorgen Preisabschläge, die allerdings vergleichsweise moderat ausfallen. So kosten 100 Liter Heizöl im Bundesgebiet heute, je nach Region, etwa –0,20 bis -0,70 Euro weniger als noch zur Wochenmitte.

Spritpreise treten auf der Stelle / Beide Kraftstoffsorten geringfügig billiger als in der Vorwoche

München (ots)

Seit Mitte des Monats November haben sich die Kraftstoffpreise weiter stabilisiert, sie treten mehr oder weniger auf der Stelle. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,753 Euro – das sind 0,3 Cent weniger als vor einer Woche. Auch Diesel ist um 0,3 Cent günstiger: Für einen Liter müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer derzeit 1,738 Euro bezahlen.

Auch der wichtigste Faktor für die Bildung der Kraftstoffpreise, der Rohölpreis, hat sich scheinbar eingependelt. Ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent kostet derzeit gut 81 US-Dollar – ähnlich wie in der vergangenen Woche und in der Woche davor. Nur sehr geringe Änderung zeigt sich zudem beim Eurokurs im Vergleich zum US-Dollar.

Die Stabilisierung der Preise zum Ende des Jahres trotz weiter bestehender geopolitischer Spannungen ist aus Verbrauchersicht eine gute Nachricht. Luft für Preissenkungen sieht der ADAC jedoch weiterhin, insbesondere da Diesel im Vergleich zu Benzin sehr viel niedriger besteuert wird.

Wer beim Tanken ein paar Euro sparen will, hat dafür mehrere Möglichkeiten: Zum einen sollte man nach Empfehlung des ADAC abends an die Zapfsäule fahren. ADAC Auswertungen haben ergeben, dass die günstigste Zeit zum Tanken zwischen 20 und 22 Uhr liegt; aber auch zwischen 18 und 19 Uhr sind die Preise besonders niedrig. In den Morgenstunden kostet eine Tankfüllung in aller Regel um einige Euro mehr. Auch Vergleichen lohnt sich, denn die Spritpreise an den Tankstellen unterscheiden sich bisweilen erheblich.

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der „ADAC Drive App“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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Vor OPEC-Sitzung: Die Gerüchteküche brodelt weiter – Kaum Veränderungen bei den Heizölpreisen

Nach vier Verlusttagen in Folge, haben sich die Ölpreise am Dienstag spürbar erholen können. An den Märkten hatten sich im Laufe des Tage Hinweise auf eine Einigung Saudi-Arabiens mit anderen Kartellmitgliedern der OPEC in Bezug auf weiter zu senkende Förderquoten verdichtet. Am späten Abend hieß es dann, dass eine weitere Verschiebung möglich sein könnte, obwohl die Kartellmitglieder einem Kompromiss über die Fördermengen näher gekommen zu sein scheinen.

Rohöl der Atlantiksorte Brent kletterte um 1,70 Dollar oder 2,1% auf 81,68 Dollar pro Barrel, die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 1,55 Dollar oder 2,1% auf 76,41 Dollar zu.

Informant: OPEC wird Angebot weiter kürzen
Die OPEC+, in der die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Verbündete wie Russland zusammengeschlossen sind, wird am morgigen Donnerstag ein Online-Ministertreffen abhalten, um die Produktionsziele für 2024 zu erörtern.

Ein Informant aus den Reihen der OPEC+ hatte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters geäußert, dass das erweiterte Kartell im Rahmen des Treffens größere kollektive Kürzungen der Ölproduktion bekannt geben wird. Gestern nun  hieß es, dass angesichts der Unruhen innerhalb der OPEC+ eine Verlängerung der vorherigen Vereinbarung das wahrscheinliche Szenario ist. Eine Ausweitung der Produktionskürzungen sei weniger wahrscheinlich geworden, hieß es gestern aus dem Umfeld der OPEC gegenüber Reuters.

Commerzbank: Weitere Drosselung bleibt ungewiss
Im Verlauf der letzten Wochen hatte sich bei der Mehrheit Rohstoffanalysten bereits die Einschätzung durchgesetzt, dass wohl nicht nur zu einer Verlängerung der bestehenden freiwilligen Kürzungen von 1 Million Barrel pro Tag auf der Ministersitzung beschlossen wird, sondern es vielmehr um zusätzliche Kürzungen in gleicher Größenordnung geht.

Nach Einschätzung der Rohstoffexperten der Commerzbank dürften sich allerdings insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate gegen weitere Kürzungen stemmen. Deren Produktionsziel für 2024 sei erst auf der letzten OPEC+-Sitzung Anfang Juni auf ihr Drängen hin erhöht worden, gaben die Analysten gestern in einem Kommentar zu Bedenken. Dass es zu einer über die Verlängerung der bestehenden Kürzungen hinausgehenden Produktionsdrosselung kommen wird, sei daher nach Meinung der Cobanker weiterhin ungewiss.

Investmentprofis scheuen das Risiko
Angesichts dieser unsicheren Ausgangslagen haben Fondsmanager ihre Investments, mit denen sie auf weiter steigende Ölpreise spekulieren in der vergangenen Woche auf das niedrigste Niveau seit Anfang Juni reduziert. Sollte die Allianz keine zusätzlichen Kürzungen von etwa 1 Million Barrel pro Tag zusätzlich zu den von Saudi-Arabien verhängten Drosselungen ankündigen, könnten die Preise nach Ansicht von Analysten auf 70 Dollar pro Barrel fallen.

Marginale Aufschläge bei den Heizölpreisen
Obwohl die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heuten im frühen Handel leicht nachgeben, wirkt sich dies bislang noch nicht auf die Heizölpreise aus. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet müssen je nach Region etwa +0,10 bis +0,40 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Dienstag.

Ölmärkte fallen den vierten Tag in Folge – Heizölpreise mit leichten Aufschlägen

Bei den Ölpreisen ging es am Montag den vierten Tag in Folge abwärts. Zu Wochenbeginn hatten veröffentlichte Daten aus dem Reich der Mitte gezeigt, dass die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen im Oktober deutlich langsamer gestiegen sind als zuvor erwartet wurde. Die Zahlen verdeutlichten einmal mehr das gebremste Wirtschaftswachstum beim weltweit größten Rohölimporteur.

Die globale Referenzsorte Brent fiel mit einem Minus von 0,7% bei 79,98 Dollar unter die Marke von 80 Dollar pro Barrel (a 159 Liter), die nordamerikanische Sorte WTI gab um 0,9% auf 74,86 Dollar nach. Brent ist seit den Höchstständen Ende September damit um mehr als 18% und WTI um mehr als 21% gefallen.

Weltweites Ölangebot nimmt weiter zu,…
Für die Ölhändler steht in dieser Woche das auf Donnerstag verschobene Treffen der OPEC+ im Fokus. Nach Ansicht von Analysten werden sich die Minister mit dem internen Quotenstreit und dem wachsenden weltweiten Angebot befassen müssen.

Vor allem in den USA haben die Lagerbestände zuletzt wieder deutlich zugenommen. Nachdem die Vorräte im September den niedrigsten Stand in diesem Jahr erreicht hatten, sind sie in fünf der letzten sechs Wochen wieder angestiegen. Insgesamt wird an den Ölmärkten damit gerechnet, dass Staaten, die nicht der OPEC angehören, ihre Ölproduktion im kommenden Jahr weiter ausbauen werden.

…was zusätzliche Kürzungen wahrscheinlicher macht
Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass Saudi-Arabien und Russland ihre freiwilligen Lieferkürzungen verlängern werden. Marktbeobachter halten aber auch weitergehende Kürzungen des Ölkartells für möglich. So oder so dürften die am Donnerstag getroffenen Entscheidungen den Ölhandel in diesem Quartal und auch im nächsten Jahr stark beeinflussen.

Beibehaltung des status quo würde Ölpreise belasten
Die Analysten von Goldman Sachs erwarten eine Verlängerung der einseitigen saudischen und russischen Kürzungen bis mindestens in das erste Quartal 2024 hinein. Die Goldmänner gehen von einer Beibehaltung des status quo in Bezug auf die Förderquoten aus, schließen aber auch tiefgreifendere Kürzungen auf Kartell-Ebene nicht aus.

Die Entscheidung der OPEC+, ihr November-Treffen zu verschieben, hat „sowohl die Unsicherheit als auch die Erwartungen erhöht, was ein gefährlicher Cocktail für Händler ist“, so Rebecca Babin, Senior Energy Trader bei CIBC Private Wealth „Sollte es keine Einigung bei den Förderquoten geben, würde dies den Markt weiter unter Druck setzen“, warnte sie.

Heizölpreise mit moderaten Aufschlägen
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heuten im frühen Handel leicht zulegen, wirkt sich dieses Plus auch auf die Heizölpreise aus. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet müssen je nach Region etwa +0,20 bis +0,70 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zu Wochenbeginn.

Was macht die OPEC: Verlängerung oder zusätzliche Kürzungen? – Weitere Abschläge beim Heizöl

Nichts beschäftigt die Teilnehmer an den Ölmärkten derzeit mehr, als die in dieser Woche am Donnerstag anstehende Ministersitzung der OPEC+.

Als die Nachrichtenagentur Bloomberg in der letzten Woche Analysten zu ihren Erwartungen hinsichtlich weiterer Produktionskürzungen der OPEC+ befragte, erwartete nur ein Experte eine Verlängerung der bestehenden Kürzungen. Nachdem das OPEC+-Treffen wegen Querelen um Förderquoten um vier Tage vom 26. auf den 30. November verschoben wurde, zeigt sich die Analystengilde jetzt uneins.

Experten uneins über den weiteren Weg der OPEC+
Wenn die OPEC+ nun am Donnerstag virtuell zusammentritt, sagen rund 50 Prozent der von Bloomberg am Freitag befragten Analysten voraus, dass das erweiterte Kartell die bestehenden Förderkürzungen von rund einer Million Barrel (a 159 Liter) pro Tag bis 2024 verlängern wird. Sechs Analysten sagten voraus, dass es für alle Kartellmitglieder zusätzliche Kürzungen geben wird. Zwei weitere Analysten prognostizierten, dass wieder nur Saudi-Arabien und Russland drossen würden.

OPEC-Delegierte signalisieren Verlängerung der Ölkürzungen…
Zuvor war zu Wochenschluss bekannt geworden, dass die OPEC+ in den Gesprächen mit ihren afrikanischen Erzeugern Angola, Nigeria und Kongo über die Quoten für 2024 Fortschritte erzielt habe. Die von Reuters und Bloomberg befragten Analysten scheinen zuversichtlich zu sein, dass die OPEC+-Mitglieder bei ihrem Treffen eine Einigung erzielen werden.

Laut Bloomberg haben die OPEC+-Delegierten in erster Linie signalisiert, dass es sich lediglich um eine Verlängerung der bestehenden Förderkürzungen bis 2024 handeln würde.

…aber Rohstoffexperten bleiben skeptisch!
Öl-Analysten vertreten dagegen eine gegensätzliche Meinung und die Ansicht, dass der jüngste Einbruch der Ölpreise auf 80 Dollar und die schwache Ölnachfrage, die wie üblich im ersten Quartal des neuen Jahres erwartet wird, die Voraussetzungen für weitere potenzielle Produktionskürzungen und nicht nur für eine Verlängerung schaffen würde.

Commerzbank: Sinkende Ölpreise bei gleichbleibender Produktion
Nach Einschätzung der Rohstoffanalysten der Commerzbank scheint Saudi-Arabien weiterhin bereit zu sein, einen Großteil der Angebotskürzung zur Stabilisierung des Ölmarktes zu schultern. Eine Fortsetzung der freiwilligen Drosselung im ersten Quartal scheint ihrer Ansicht nach damit wieder eine ausgemachte Sache. Fraglich sei höchstens, ob sich das Kartell auf darüber hinausgehende Kürzungen einigen könne.

Die Commerzbanker gehen davon aus, dass sich die OPEC lediglich auf leichte Anpassungen der Produktionsquoten verständigt und darüber hinaus Handlungsbereitschaft im Falle einer enttäuschenden Nachfrageentwicklung signalisiere.

Für die Ölpreisentwicklung bis zur OPEC+-Sitzung am Donnerstag bedeutet die nach Einschätzung der Analysten schwankende Preise um 80 Dollar. Werde das aktuelle Produktionsniveau per saldo beibehalten, könnten die Preise angesichts der enttäuschten Erwartungen zeitweise leicht absacken, prognostizieren die Rohstoffexperten.

Heizölpreise geben weiter nach
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel spürbar nachgeben, wirkt sich dieses Minus auch auf die Heizölpreise aus. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet müssen je nach Region etwa -1,00 bis -1,70 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch zum Wochenschluss.

IEA: Stunde der Wahrheit für Öl- und Gasindustrie – Heizölpreise kaum verändert

Rund eine Woche vor der am 30. November beginnenden UN-Klimakonferenz COP28, werden bereits die ersten klimapolitischen Pflöcke eingeschlagen und Zeichen gesetzt.

„Die Öl- und Gasindustrie steht auf der COP28 in Dubai vor einem Moment der Wahrheit“, warnte der Vorsitzende der Internationalen Energieagentur (IEA) Fatih Birol gestern in einer Erklärung. Es gehe schlichtweg darum, die Dekarbonisierung zu unterstützen oder weiterhin zum Klimawandel beizutragen, so die IEA in einem zur Wochenmitte veröffentlichten Bericht.

IEA: 50 Prozent anstatt 2,5 Prozent
Während sich Fachleute aus der Energiebranche und politische Entscheidungsträger auf den COP28-Klimagipfel in Dubai Ende dieses Monats vorbereiten, fordert die IEA, dass Öl- und Gasproduzenten, die die Ziele des Pariser Abkommens erreichen wollen, bis 2030 die Hälfte ihrer Kapitalausgaben in saubere Energieprojekte investieren müssen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2022 investierte die Öl- und Gasindustrie laut IEA rund 20 Milliarden Dollar in saubere Energie. Das sind gerade einmal 2,5 Prozent ihrer gesamten Investitionsausgaben.

Nur 20 Prozent der Öl- und Gasindustrie investieren in saubere Energie
Nach Angaben der IEA machen die Öl- und Gasunternehmen, die angekündigt haben, ihre Aktivitäten in Richtung saubere Energie zu diversifizieren, bisher nur knapp ein Fünftel der derzeitigen weltweiten Öl- und Gasproduktion aus.

Für die Öl- und Gasindustrie kommt nach Einschätzung der IEA nun die Stunde der Wahrheit. Denn die meisten Unternehmen würden die Energiewende nur von der Seitenlinie aus beobachten. Insgesamt würden die Öl- und Gasproduzenten nur 1 Prozent der gesamten weltweiten Investitionen in saubere Energien ausmachen, so die IEA.

„Da die Welt unter den Auswirkungen einer sich verschärfenden Klimakrise leidet, ist es weder sozial noch ökologisch vertretbar, so weiterzumachen wie bisher“, gab Fatih Birol in seiner Erklärung zu Bedenken.

Öl- und Gaskonzerne machen beim Thema Energiewende einen Rückzieher
Die weltgrößten internationalen Öl- und Gaskonzerne haben seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine und der Energiekrise im vergangenen Jahr ihre mittel- bis langfristigen Strategien überdacht. Alle europäischen Großkonzerne streben weiterhin eine Netto-Null-Emission bis 2050 an.

Aber einige der größten, darunter BP und Shell, haben ihre Versprechen, die Öl- und Gasproduktion zu drosseln, zurückgeschraubt. Stattdessen signalisierten sie die Welt so lange mit fossiler Energie versorgen zu wollen, wie sie diese benötigt wird.

Erst am Mittwoch hatte der italienische Energieversorgungsriese Enel bekanntgegeben, bei seinen Investitionen in erneuerbare Energien vorsichtiger und selektiver vorzugehen. Als Gründe wurden hohe Zinsen und steigende Kosten bei den Ausgaben für saubere Energie genannt.

Die steigende Verschuldung war einer der Gründe, warum die italienische Regierung, die der größte Einzelaktionär von Enel ist, im Frühjahr beschlossen hatte, den früheren Vorstandsvorsitzenden des Konzerns abzusetzen.

Bei den Inlandspreisen zeigen sich heute im Vergleich zu Donnerstagmorgen nur leichte Preiskorrekturen. So ergeben sich heute bei den Preisen für 100 Liter Heizöl im Bundesgebiet, je nach Region, Veränderungen von etwa –0,50 bis +0,30 Euro gegenüber dem Vortag.